Chartered Opus – Wichtige Begriffe

Rund um unsere Wertpapiere gibt es eine Vielzahl von Begriffen – manche bekannter, manche weniger.  Eine Auswahl haben wir unten erläutert.

Absicherung-Gegenpartei

Die Absicherungs-Gegenpartei tauscht die Zahlungen die Opus aus den Referenzwerten empfängt in die Zahlungsströme, die Chartered Opus unter seinem begeben Wertpapieren den Anlegern schuldet. Jedes Compartment identifiziert eine für sich passende Absicherungs-Gegenpartei.

Absicherungsvereinbarung

Die Absicherungsvereinbarung ist das Vertragswerk zwischen Chartered Opus und der Absicherung-Gegenpartei, unter dem der Tausch der Zahlungsströme vereinbart wird. Das Vertragswerk kann neben einer Beschreibung der Zahlungsströme über zu stellende Sicherheiten erweitert werden, die so genannte Sicherheiten-Vereinbarung.

Basisprospekt

Im Vorfeld einer öffentlich beworbenen Emission ist ein Emittent verpflichtet, die Emission und die daraus für die Anleger entstehenden Risiken in einem Wertpapierprospekt zu beschreiben. Ein Basisprospekt ermöglicht einem Emittenten eine Reihe von Wertpapieren unter einem breiter gefassten Wertpapierprospekt zu begeben, den so genannten Basisprospekt. Die einzelne Emission wird nochmal in den Entgültigen Angebotsbedingungen spezifiziert.

Basiswert

Die Verzinsung und/oder Rückzahlung der durch Chartered Opus begeben Wertpapieren beschreibt häufig eine Funktion von weiteren Parametern, wie beispielsweise Zinssätze, Indizes oder Aktien. Diese Parameter werden üblicherweise als Basiswerte bezeichnet.

Baukastenprinzip

Chartered Opus nutzt dieses Prinzip für die Strukturierung der Produkte. Alle Komponenten, die für die Herstellung eines Produktes notwendig sind, werden unabhängig „eingekauft“. Für den Anleger entsteht daraus ein einfach investierbares, individuelles und innovatives Produkt welches das Anlageuniversum effizienter macht.

Berechnungsstelle

Um die durch Chartered Opus geschuldete Verzinsung und/oder Rückzahlung festzustellen, gilt es häufig Berechnungen in Abhängigkeit der Basiswert durchzuführen, deren Ergebnis die Höhe der Zinsen und Rückzahlung bestimmt. Diese Berechnungen hat Chartered Opus an Chartered Investment Germany als Berechnungsstelle ausgelagert.

Börse Düsseldorf

Die Produkte sind im Freiverkehr der Börse Düsseldorf eingeführt. Die Börse stellt die Veröffentlichung der Kurse und bietet Anlegern eine transparente Plattform für Angebot und Nachfrage.

Chartered Investment Germany GmbH

ist ein Finanzdienstleister mit Sitz in Düsseldorf, der Teil der Chartered Group ist und von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht reguliert wird.

Chartered Opus

Chartered Opus ist eine Marke, unter der die Chartered Investment Germany GmbH mit Sitz in Düsseldorf auftritt, und unter der sie ihre Tätigkeiten rund um das Thema Strukturierte Produkte und Strukturierte Anleihen markentechnisch bündelt. Darunter fallen insbesondere auch die beiden Emittenten Opus – Chartered Issuances S.A. und Opus (Public) Chartered Issuance S.A. die die Wertpapiere begeben.

Clearstream

oder Clearstream International S.A.: hierunter versteht man das zentrale europäische Abwicklungs- und Verwahrsystem für Wertpapiere. Zum einen werden über das Clearstream-System Wertpapiertransaktionen zwischen Banken abgewickelt, die dem System angeschlossen sind (wie beispielweise der Transfer eines Wertpapiers vom Verkäufer zum Käufer). Zum anderen fungiert Clearstream auch als ‚globale Verwahrstelle‘, wo die Globalurkunde für die meisten Wertpapiere (wie beispielsweise Anleihen) verwahrt werden, da typischerweise Wertpapiere nicht mehr in effektiven Stücken gedruckt und ausgeliefert werden.

Compartment

Unter einem Compartment versteht das Luxemburger Verbriefungsgesetz eine ‚Einheit‘ auf der Bilanz eines (Luxemburger) Emittenten, die vollkommen eigenständig ist, und deren Vermögensgegenstände vollständig separat von den anderen Vermögensgegenständen des Emittenten gehalten werden. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Vermögensgegenstände eines jeden Compartments ausschließlich die Rechte derjenigen Investoren, die in dem von diesem Compartment verbrieften Schuldtitel investiert sind, bedienen.

Credit Default Swaps

geben an, wie viel eine Versicherung gegen den Ausfall eines Schuldners für einen gewissen Zeitraum kosten würde. Ein höherer Wert zeigt also in der Regel ein höheres Risiko an – aber oft auch die Möglichkeit, eine höhere Rendite zu erzielen. So können Anleger die Bonität eines Emittenten besser einschätzen.

Emittentenrisiko

Das Bonitätsrisiko der Chartered Opus Emissionen ist beschränkt. Jede Emission wird aus einem sogenannten Compartment begeben, das alle notwendigen Komponenten des Produktes enthält. Wirtschaftlich hat ein Investor lediglich das Bonitätsrisiko dieser „Komponenten“ des Compartments. (s.a. Baukastenprinzip). Im Vergleich zu einem Bankenprodukt ist das Risiko klarer abgegrenzt, weil andere Emissionen oder die Bonität der Bank nicht einzubeziehen ist, sondern eher von einem „Sondervermögen“ auszugehen ist.

Issuer Estimated Value (IEV)

der IEV ist der Wert eines strukturierten Produktes, der nach einem Fair-Value-Ansatz ermittelt wird. Vereinfachend kann man sagen, dass der IEV den Wert eines strukturierten Produktes unter Berücksichtigung aller wesentlichen, im Verkaufspreis berücksichtigten Kosten, wiedergibt. Hierunter fallen zum Beispiel Kosten für den Handel, für die Infrastruktur des Emittenten, für die Gewinnerwartung des Emittenten sowie seine operativen Kosten. Der IEV erlaubt somit einem Investor, sich einen Überblick über die im Produkt enthaltenen Kosten zu machen. Es handelt sich um einen geschätzten Wert, da bei der Ermittlung des IEV der Emittent Annahmen über gewisse preisbeeinflussende Parameter (wie bspw. die Volatilität des Basiswertes) treffen muss.

Opus

Opus ist der Oberbegriff für zwei in Luxemburg angesiedelten Emittenten (der Opus – Chartered Issuances S.A. und der Opus (Public) Chartered Issuance S.A.), die gemäß des Luxemburger Verbriefungsrechts strukturierte Anleihen begeben. Beide Emittenten werden von der Chartered Investment Germany GmbH bei ihrer Emissionstätigkeit beraten.

Referenzprojekte

Zinszahlungen und Wertenwicklung von Chartered Opus-Anleihen, vor allem der Private Debt Bonds, können sich auf Projekte wie z.B. Immobilienprojekte beziehen. Die Rahmendaten der Zielprojekte werden in der Anleihen-Dokumentation beschrieben (z.B. Ort, Art) und sind somit die Referenzprojekte. Die konkreten Projekte werden dann innerhalb der durch die Referenzprojekte vorgegebenen Grenzen ausgewählt.

Referenzwerte

Wertentwicklung, Rück- und Kuponzahlungen von Chartered Opus-Anleihen hängen oft unter anderem von der Wertentwicklung eines Wertpapiers, z.B. einer Unternehmensanleihe, ab. Im Prospekt sind eine Reihe von Schuldnern solcher Referenzwerte aufgeführt. Der Referenzwert ist neben der Absicherungsvereinbarungs-Gegenpartei maßgeblich für die Bonität der Chartered-Opus Anleihe.

Referenzwertschuldner

Emittent der Wertpapiere, die die Referenzwerte darstellen. Das können beispielsweise Banken oder Unternehmen sein.

Verbriefungsgesetz

Das Luxemburger Verbriefungsgesetz von 2004 macht Vorgaben für Wertpapiere, die als Verbriefung eingestuft werden. So unterliegen die hier vorgestellten Emittenten dem Verbriefungsgesetz, welches z.B. die Gründung von Compartments regelt, aber auch, was verbrieft werden darf.

Vermögenswerte (auch „Compartmentvermögenswerte“)

einer Emission sind die einem Compartment zugeschriebenen Aktiva, z.B. Referenzwerte, Fonds oder Darlehen, aber auch Rechte aus einer Absicherungsvereinbarung. Zahlungsverpflichtungen der Emittenten aus einem Wertpapier werden aus den Vermögenswerten des jeweiligen Compartments bedient.

Gerne nehmen wir Ihre Vorschläge für weitere Begriffe auf, die wir hier erläutern können.