Wenn die Sonne zum Kühlschrank wird

Israelisches Startup SolCold hat eine Beschichtung erfunden, die kühlt, wenn die Sonne scheint. Aktiver Klimaschutz / Marktpotential allein in der Autoindustrie von über 10 Milliarden US-Dollar. Investmentmöglichkeit für institutionelle Anleger durch Chartered High Tech Bonds

Düsseldorf, 10 Oktober 2019

Der Schutz unseres globalen Klimas ist eines der beherrschenden Themen unserer Zeit: Klima-Gipfel, Klima-Aktionsplan, Greta Thunbergs Wutrede vor den Vereinten Nationen. Es vergeht kein Tag, an dem nicht der Klimaschutz die Schlagzeilen beherrscht. Völlig zurecht, denn es scheint unbestritten, dass der Klimaschutz eine der dringendsten, globalen Herausforderungen unserer Zeit ist.

Bis zu 60 Prozent weniger Energieverbrauch

Entsprechend intensiv versucht die Industrie Materialien, Prozesse und Methoden zu entwickeln, die das Klima auf Dauer schützen. Einen besonderen Weg sind dabei die beiden Israelis Yaron Shenhav und Gadi Grottas, Mitbegründer des Startups SolCold, sowie Professor Guy Ron von der Hebräischen Universität in Tel Avis gegangen. Sie haben eine Hightech-Beschichtung erfunden, die Energie aus der Sonne – eigentlich einer Wärmequelle – in ein Kühlmittel umzuwandeln. Damit wird natürliches Sonnenlicht zu einer neuartigen „Klimaanlage“, die den Stromverbrauch verringert und damit einen bedeutenden Beitrag zum Umweltschutz darstellt. Das Erstaunliche dabei: die lichtfilternde Farbbeschichtung, die auf Gebäude, Autos und andere Oberflächen aufgebracht werden kann, wird von der Sonneneinstrahlung aktiviert und zur Kühlung genutzt. Und: je mehr die Sonne scheint, desto kühler wird es. Es ist, als gäbe es „eine dünne Eisschicht, die dicker und kühler wird, je stärker die Sonne darauf scheint“, erzählt Yaron Shenhav das Prinzip. Die von SolCold entwickelte Farbe besteht dabei aus zwei Schichten: der äußeren, die die Sonnenstrahlen herausfiltert und der inneren, die das Material aktiv kühlt, indem sie Wärme in Licht umwandelt.

Einsatz in der Automobilindustrie, in der Luft- und Raumfahrt und bei der Gebäudeklimatisierung

Das Unternehmen wird vom israelischen Energieministerium gefördert und Unternehmen wie BASF oder auch der Darmstädter Merck-Konzern interessieren sich bereits intensiv für die neue SolCold-Beschichtung, denn das Marktpotential ist riesig. Allein für den Einsatz in der Automobilindustrie wurde ein Potential von über 10 Milliarden US-Dollar errechnet. Doch auch im Bereich Gebäudeklimatisierung sind die Einsparmöglichkeiten signifikant. So kann die Verwendung der SolCold-Farbe dazu beitragen, den Stromverbrauch um bis zu 60 Prozent zu reduzieren. „Das kann dazu führen, dass ganze Klimaanlagen entfallen können“, so Shenhav. Dazu kommen Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Landwirtschaft und Transport. Das gesamte Marktpotential wird auf rund 100 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Und auch die Vorteile in Bezug auf den Klimaschutz sind beträchtlich. Shenhav gibt ein Beispiel: „Stellen Sie sich vor, was passieren würde, wenn alle Gebäude in Städten wie Tel Aviv, Berlin oder Paris unsere Beschichtung auf dem Dach hätten. Die Städte würden an den heißesten Sommertagen 60 Prozent weniger Energie verbrauchen. Entsprechend weniger Strom müssten die Kraftwerke produzieren.. Ein weiterer Umweltvorteil ist, dass die Beschichtung umweltfreundlich ist, da weder Strom noch andere Energiequellen gebraucht werden.

Investmentmöglichkeiten über Chartered High Tech Bonds

Das Bespiel SolCold zeigt: israelische Startups sind äußerst innovativ und erfolgreich. Für deutsche Investoren ist es jedoch schwierig, sich daran zu beteiligen. Unternehmen wie BASF oder Merck können dies über Lizenzen, Verträge oder Direktbeteiligungen tun. Die Emissionsplattform für strukturierte Finanzprodukte Chartered Opus bietet jedoch für institutionelle Investoren eine depotfähige Möglichkeit. Mit Hilfe von sogenannten ‚Chartered Opus High Tech Bonds‘ können professionelle Anleger in einzelne Startups, wie etwa SolCold , oder aber in ganze Startup-Portfolios investieren. „Wir haben seit Jahren eine enge Beziehung zur israelischen Startup-Community“, erklärt Axel Mielke von Chartered Opus. „Deshalb haben wir verschiedene High Tech Bonds emittiert, an denen sich institutionelle Investoren beteiligen können. Vor allem Vermögensverwalter können auf diesem Wege auch ihre Kunden an den ‚Chancen made in Israel‘ beteiligen.“ Eine riskante Beimischung für ein breitgefächertes Portfolio, die aber durchaus hohe Renditen erzielen kann.

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