Studie: 2016 European Asset Allocation Survey

Same Old: Der deutsche Aktienmuffel

Vergleicht man die Portfolien europäischer Pensionspläne, wie es Mercer mit dem European Asset Allocation Survey 2016 >> getan hat, zeigt sich wie erwartet der deutsche Aktienmuffel: Nur 15 Prozent allokieren die Deutschen in Aktien, unsere nächsten Nachbarn sind hier die Italiener mit 24 Prozent schon deutlich stärker investiert – im Durchschnitt der Befragten waren es 32 Prozent mit Belgien als Spitzenreiter.

Strategische Asset Allocation Deutschland 1

Ein genauer Blick zeigt Überraschendes

Ein tieferer Blick ins Depot zeigt aber eine weitere Besonderheit: Mit 22 Prozent sind Deutsche besonders stark in alternative Anlagen investiert, zusammen mit den Dänen (23 Prozent) und weit über dem Durchschnitt (11 Prozent). Das Verhältnis des Aktieninvestments zwischen inländischen und ausländischen Aktien ist mit eins zu zwei dabei wie im Durchschnitt aller befragten.

Strategische Asset Allocation Deutschland 2

Alternative Investments: Sachwerte (weiter) gefragt

Europäische Investoren haben dabei in allen Bereichen zugelegt. Grob gegliedert in Private Equity, Fixed Income, Sachwerte, Hedgefonds und Multi-Asset zeigt, dass gerade die Hedgefonds stark zulegen konnten (59%). Das Schwergewicht im Portfolio bleiben dabei (trotz geringerem Zuwachs) die Sachwerte. Auch Investments in Schwellenländer blieben stabil, trotz schlechter Entwicklung und bleiben mit Aktien weiter wichtiger Teil der Anlagestrategie, letztere zumindest außerhalb Deutschlands.

Gliederung Alternative Investments

Top-Tausch: Rendite gegen Liquidität

Die erste Grafik hat ja schon gezeigt, dass weiterhin ein großer Teil der Anlagen in Anleihen verbleibt. Hier erkennt man eine Tendenz weg von inländischen und Staatsanleihen hin zu ausländischen Staatsanleihen und Corporates. Rendite sollen dazu auch die alternativen Investments bringen. Dabei gibt man Liquidität auf und orientiert sich langfristig – passend zu den ebenfalls langfristigen Verpflichtungen. Verwerfungen in illiquiden – also volatileren – Märkten können geschickte Manager natürlich auch dafür verwenden, Alpha zu generieren.

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Befragt wurden über 1100 europäische betriebliche Altersversorungseinrichtungen in Belgien, Schweden, Irland, Spanien, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Schweiz, Niederlande, Dänemark, Norwegen, Finland, Italien, Portugal und Deutschland.

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