Investieren in Israels Super-Startups – schwierig, aber nicht unmöglich!

Wer an die großen Zentren für Startups denkt, der kommt am Silicon Valley nicht vorbei. In Deutschland kommt einem vielleicht noch Berlin in den Sinn. Doch das ist alles nichts gegen das wirkliche Zentrum der Startup-Szene, denn das liegt eindeutig in Israel!

Israel, ein Land so klein wie Hessen, mit Meer und Strand und den heiligen Stätten in Jerusalem. Das Besondere: Israel hat sich im Laufe der Jahre zu einer wahren Startup-Nation entwickelt. Mehr als 6500 Startups auf rund 8,5 Millionen Einwohner. Das ist pro Kopf gerechnet nicht nur einsamer Weltrekord, Israels Gründerszene hat sich auch zu einem der wichtigsten Partner für internationale Großkonzerne entwickelt. Und hier ist vor allem Tel Aviv zum Zentrum der Hightech-Industrie geworden: Mehr als 300 internationale Konzerne haben sich dort mit Büros sowie Forschungs- und Entwicklungszentren niedergelassen, darunter VW, Daimler, BMW, Audi, Merck, BASF, Bosch, Siemens, Continental und die Deutsche Telekom. Alle großen Namen sind vor Ort. Und der ökonomische Grund dafür ist relativ einfach zu erklären: er liegt einerseits in der Innovationsschwäche großer – auch deutscher – Unternehmen und andererseits am Kapitalbedarf der Venture-Gründer.

Startup-Hochburg Tel Aviv

Es zeigt sich am Beispiel der Technologieszene in Tel Aviv sehr deutlich, wie Innovationen heute umgesetzt werden. Der traditionelle deutsche Weg, zunächst eine Innovation marktfähig zu machen und danach einen großen nationalen und dann internationalen Markt zu bedienen, dauert bei den heutigen Zyklen viel zu lange. In Deutschland hat sich hier leider nur ein „copy-paste“ Verhalten entwickelt, wie es die SZ einmal formuliert hat. Damit meine ich, dass vor allem gute Ideen im Dienstleistungsbereich aus den USA sehr schnell kopiert und auf Deutschland angepasst werden. Die Einblicke, die ich bei einem Besuch in Tel Aviv direkt vor Ort gewonnen habe, sind hingegen so, dass es sich noch um „echte“ Innovationen handelt, die zu einer „Marktreife“ entwickelt und dann an Technologieführer verkauft werden. Der heimische Markt ist viel zu klein, damit sich der Aufbau einer eigenen Produktion lohnen würde.

Wie kommt es zu diesen Erfolgen? Die Startups gehen von den Universitäten und den R&D Centern des Militärs, sowie fast aller großen R&D Centern internationaler Konzerne aus, die dort angesiedelt sind. So gibt es jährlich einen staatlichen Etat von über 600 Mio. US-Dollar, der in Unternehmensgründer investiert wird. Davon kommen jährlich ca. 200 Mio. US-Dollar als Rendite aus Verkäufen zurück. Jeder Student kann sich mehrfach dafür bewerben, selbst nach einer Venture Pleite. Denn in Israel gilt es eher als positive Erfahrung, wenn man mal mit einem Startup scheitert. „If you fail, fail fast“, heißt es dann. Eine Mentalität, die man sich in Deutschland kaum vorstellen kann.

Israels Armee als Brutstätte und treibende Kraft immer neuer Startups

Die große Innovationskraft kommt aber vor allem vom Militär. Israelis selbst sagen „We live in a tough neighbourhood“ und meinen damit, dass sie sich von allen Seiten her bedroht fühlen. Und dieses Gefühl prägt das Land und seine Menschen. Deswegen spielt die Armee eine so wichtige Rolle. Es muss aufgrund der bedrohlichen Umgebung permanente Neuentwicklungen vorantreiben, wozu beispielsweise auch die Weiterentwicklung gekaufter US-Militärtechnologie gehört. Auch die Bundeswehr kaufte die jüngste Generation ihrer Drohnen in Israel.

Woher kommt die Innovationsfreude? Uns wurde bei unserem Besuch in Israel von Uni-Professoren versucht zu erklären, woher das Potential kommt. Die Schulausbildung wird traditionell von den Eltern, insbesondere von den Müttern sehr ernst genommen. Während in Deutschland 18-jährige anfangen zu studieren, um dann möglichst schnell einen Job zu finden, sammelt der typische Uni-Absolvent in Israel nach dem Ende der Militär- und Studienzeit zunächst Lebenserfahrung und geht einige Jahre auf Weltreise. Erst danach beginnt er als Doktorand oder in den R&D Centern.

Die klügsten Köpfe des Landes arbeiten in der Armee ständig an neuen Technologien. Und aus diesen entstehen wiederum Ideen für Start-ups für Cybersicherheit, autonomes Fahren oder rund um künstliche Intelligenz, um nur einige Bereiche zu nennen. Das Start-up Mobileye, das letztes Jahr für 15 Milliarden Dollar vom US-Chiphersteller Intel gekauft wurde, ist das bekannteste Beispiel für eine Technologie, deren Entwicklung beim Militär begonnen hat.

Zertifikate auf Zukunftsunternehmen wie ZSquare, Halo, ContinUse oder Cognifiber

Was hier alles so faszinierend klingt lockt neben den großen Multis natürlich auch andere Investoren aus aller Welt an. Doch es ist nicht einfach, in diese Zukunftsunternehmen zu investieren. Deshalb haben wir bei Chartered Opus den Bereich „Chartered High-Tech“ ins Leben gerufen. Dahinter verbergen sich Zertifikate, die unter dem Titel „Chartered High Tech Bond“ firmieren. Diese Serie wurde gestartet, um unseren Start-up-Produkten einen Namen zu geben. Es wird bei Neuemissionen immer weitergezählt, z.B. High Tech Bond I, High Tech Bond II, usw.

Welche Unternehmen stecken aber genau hinter diesen Bonds? Es sind Start-ups wie ZSquare, Halo, ContinUse oder Cognifiber. Namen, die heute noch kaum bekannt sind, aber das Potential haben, in ihrem Bereich führend auf der Welt zu werden.  So hat ZSquare ein Endoskop entwickelt, das besonders dünn ist und damit besser als vergleichbare Produkte für minimal-invasive operative Einsätze, aber auch zur Sichtprüfung schwer zugänglicher Hohlräume eingesetzt werden kann. Halo dagegen hat eine Software entwickelt, die Industriemaschinen vor Hackern schützen soll. Im Gegensatz zum Thema „Cyber-Security“ grenzt sich das Unternehmen dahingegen ab, indem es sich vor allem auf Industrie-Roboter konzentriert. So erzählte uns der Gründer von Halo, dass etwa chinesische Hacker viele wertvolle Informationen von Robotern in der Autoindustrie gestohlen haben. Da es in diesem Bereich, im Gegensatz zu Cyber Security, kaum einen Schutz gibt, sieht Halo für sich einen riesigen Markt weltweit.
Die Beispiele ließen sich beliebig fortsetzen. Bei all unseren Zertifikaten profitieren die Anleger an der Wertsteigerung der Zertifikate. Die unterliegenden Assets sind jeweils Aktien. Doch die Zertifikate können nicht einfach gezeichnet werden, da sie zumeist Privatplatzierungen sind. Wer sich allerdings für die High-Flyer der israelischen Start-up-Szene interessiert, erhält hier weitere Informationen: anleihen@chartered-opus.com .

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